KalbForm - uns öffnen

Open your self

Die Form ist eindeutig nach oben hin geöffnet. Die Linien vereinigen sich in einer Spitze, die gen Himmel zeigt. Von der Seite sieht sie aus wie ein Trichter, der alles auffängt, was vom Himmel fallen mag.

In der Körperhaltung des Gebetes erfährt der Mensch die größtmögliche Offenheit sich selbst und dem Anderen gegenüber. Er braucht nichts zu verbergen und kann sich alles von der Seele reden, was er möchte, ohne auf sein Ansehen Rücksicht nehmen zu müssen. Selbst seinem Schatten kann er in diesem Moment, ohne Furcht begegnen. Dies ist der Augenblick in dem er sich selbst vergeben kann für alles, was seiner höchsten Vision von sich selbst nicht entspricht.

Wir haben ein tief verwurzeltes Bedürfnis, vor uns selbst gut da zu stehen. Unser Selbstbild wollen wir rein und unverdorben wissen, denn wir haben eine unbewusste Vorstellung davon, welche Großartigkeit in uns veranlagt ist. Alles was gegen diese unbewusste Vorstellung spricht, verletzt uns, macht uns kleiner als wir tatsächlich sind und gebiert ein diffuses Schuldgefühl, das kaum zu fassen, aber immer unterschwellig vorhanden ist. In der vollkommenen Offenheit empfangen wir die höchste Vorstellung von uns selbst. Gleichzeitig versinnbildlicht das Knien die Demut vor diesem Ideal und lässt uns nicht der Selbstverherrlichung verfallen, denn dieses ideale Bild steckt in jedem anderen Menschen auch und jeder besitzt die Fähigkeit es in seinen Handlungen sichtbar zu machen. Sehen wir unser Gegenüber durch diese Augen an, sind wir in der Lage eine ganz andere Offenheit zu leben und von der Großartigkeit des Anderen zu profitieren. Letztendlich streben wir alle dasselbe an; ein vollkommen glückliches Leben das zum Ausdruck bringt, was und wer wir sind. In diesem gemeinsamen Streben sind wir eins.

„Auszug aus dem Buch von Gisela M. Bartulec“

Die Skulptur (KalbForm) mit Ihrem Gemälde (Varianten)

uns öffnen -a5-0209, 80x100cm, 🟢

KalbForm Skulptur

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